Kommunale Wärmeplanung
Der Stadtrat von Alzey beschloss die kommunale Wärmeplanung auf Basis des folgenden Berichts in seiner Sitzung am Montag, 01. September 2025. Durch die Bekanntmachung im amtlichen Teil der Allgemeinen Zeitung am 04. September 2025 erlange der Wärmeplan Rechtskraft.
1. Wärmeplanung | 2. Wärmeplan | 3. Wärmewende |
|---|---|---|
Strategischer Prozess der zukünftigen Wärmeversorgung, vergleichbar mit einem Flächennutzungsplan | Umfangreicher Bericht, der den Weg zur Treibhausgasneutralität im Wärmesektor anhand von festgelegten Maßnahmen aufzeigt | Transformation der aktuellen Wärmeversorgung zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung |
Mehr Unabhängigkeit von Energieimporten durch kommunale Wärmeversorgung | Schaffen von potenziellen Kostenvorteilen | Beitrag zum Umweltschutz durch klimafreundliche |
Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Im Dezember 2024 startete die kommunale Wärmeplanung für die Stadt Alzey. Nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren erhielt das Unternehmen EWR Climate Connection den Zuschlag und wird die Planung federführend umsetzen.
Die Wärmewende ist ein zentraler Schritt, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und unsere Energieversorgung zukunftssicher zu gestalten. In der Stadt Alzey möchten wir zusammen mit Ihnen die Weichen für eine klimafreundliche und nachhaltige Wärmeversorgung stellen. Unser Ziel: fossile Energieträger schrittweise durch umweltfreundliche und erneuerbare Alternativen ersetzen.
Mit der Einführung des überarbeiteten Wärmeplanungsgesetzes (WPG) und des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), die jeweils am 1. Januar 2024 in Kraft traten, stehen deutsche Gemeinden und Städte vor der Herausforderung, bis 2045 ihr Wärmesystem zu dekarbonisieren. Alle deutschen Gemeinden sind dazu verpflichtet, bis spätestens 2028 eine kommunale Wärmeplanung (kWP) zu erstellen. Die kWP dient als strategisches Instrument, das den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Energieversorgern Aufschluss über die zukünftige Wärmeversorgung gibt. Dazu erfolgt die Erstellung eines Wärmeplans, der die strategische Entwicklung anhand einer Roadmap inklusive Maßnahmen zum Erreichen der Klimaneutralität im Wärmesektor umfasst.
Die kommunale Wärmeplanung für die Stadt Alzey wurde in einem Zeitraum von 14 Monaten, von Juni 2024 bis August 2025 fertiggestellt. An der Erstellung sind die Verbandsgemeinde, die EWR Climate Connection GmbH, EWR AG und greenventory GmbH beteiligt.
Einblicke in die kommunale Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Prozess, der die zukünftige Wärmeplanung innerhalb einer Kommune beschreibt. In diesem Rahmen wird ein kommunaler Wärmeplan erstellt, der in Berichtform den Weg zur Klimaneutralität im Wärmesektor aufzeigt. Dieser zeigt einen Handlungsleitfaden für die Umstellung von fossilen auf regenerative Heizsysteme auf. Zudem wird ein strategischer Plan und Maßnahmen zur Reduzierung CO2-Emissionen im Wärmesektor abgeleitet. Dabei liegt der Fokus auf Wärmeversorgungsquellen, die einen CO2-Ausstoß vermeiden und gleichzeitig eine finanzierbare Alternative zu bisherigen Öl- oder Gasheizung bieten.
Das Hauptziel der Wärmeplanung ist es, fossile Brennstoffe durch umweltfreundliche Alternativen wie Geothermie, Solarthermie, Biomasse oder Abwärmenutzung zu ersetzen und gleichzeitig den Energieverbrauch insgesamt zu senken. Kommunen schaffen so nicht nur die Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele und zur Steigerung der Lebensqualität vor Ort.
Heizungsstrukturen
Heizungstruktur Stadt Alzey
© EWR Climate Connection GmbHIn Alzey (ohne Vororte) stellen Erdgas und Öl mit 89 % die Hauptenergieträger für die Heizungsversorgung. Erneuerbare Energien spielen eine geringere Rolle: Biomasse trägt 2 %, Fernwärme 1,3 % und Luft/Wasser-Wärmepumpen 0,7 % bei. Diese Technologien haben Potenzial für weiteres Wachstum.
Veraltete Heizsysteme wie Elektroheizungen und Kohleöfen machen 6 % der Heizungen aus und sind ineffizient. Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und effizienter Heiztechnologien könnte die CO2-Emissionen senken und die Energieversorgung nachhaltiger gestalten.
Heizungsstruktur Schafhausen
© EWR Climate Connection GmbHIn Schafhausen werden etwa 94 % des Wärmebedarfs durch Erdgas und Öl gedeckt, die als Hauptenergieträger dominieren. Erneuerbare Energien wie Luft/Wasser-Wärmepumpen machen mit 1,6 % nur einen kleinen Anteil aus, bieten jedoch Potenzial für weiteres Wachstum.
Veraltete Heiztechnologien, wie Elektroheizungen, machen rund 4 % der Systeme aus und sind ineffizient sowie umweltschädlich. Eine Modernisierung der Heizungsstruktur, durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und effizienter Heiztechnologien, könnte die CO2-Emissionen senken und die Energieversorgung nachhaltiger gestalten.
Heizungsstruktur Dautenheim
© EWR Climate Connection GmbHIn Dautenheim wird die Heizungsversorgung hauptsächlich durch Erdgas (43 %) und Öl (37 %) gedeckt. Erneuerbare Energien spielen mit 2 % durch Biomasse und 2,5 % durch Luft/Wasser-Wärmepumpen eine kleinere Rolle, bieten aber Potenzial für Erweiterung. Fernwärme ist bisher nicht vorhanden.
Ein Modernisierungsbedarf besteht auch bei veralteten Heizsystemen wie Elektroheizungen und Kohleöfen, die zusammen 16 % der Heizungen ausmachen. Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und effizienter Technologien könnte die CO2-Emissionen senken und die Energieversorgung langfristig nachhaltiger gestalten.
Heizungsstruktur Heimersheim
© EWR Climate Connection GmbHIn Heimersheim werden etwa 80 % des Wärmebedarfs durch Erdgas und Öl gedeckt. Erneuerbare Energien spielen eine kleinere Rolle: Biomasse macht 6 %, Fernwärme 5 % und Luft/Wasser-Wärmepumpen 2 % aus. Diese Technologien haben Potenzial für Wachstum.
Veraltete Heizsysteme wie Elektroheizungen und Kohleöfen machen 7 % der Heizungen aus und sind ineffizient. Eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und effizienter Heiztechnologien könnte die CO2-Emissionen senken und die Energieversorgung nachhaltiger gestalten.
Heizungsstruktur Weinheim
© EWR Climate Connection GmbHIn Weinheim werden 89 % des Wärmebedarfs durch Erdgas und Öl gedeckt. Erneuerbare Energien wie Biomasse, Fernwärme und Luft/Wasser-Wärmepumpen machen insgesamt etwa 2,5 % aus. Diese Technologien haben Potenzial für Wachstum.
Veraltete Heizsysteme wie Elektroheizungen und Kohleöfen haben in Weinheim einen Anteil von knapp 8 % der Heizungen aus. Eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und effizienter Heiztechnologien könnte die CO2-Emissionen senken und die Energieversorgung nachhaltiger gestalten.
Phasen der kommunalen Wärmeplanung
Bestandsanalyse
Die bestehende Versorgungsstruktur wird erfasst und alle Gebäude nach ihren Typen, ihrer Baustruktur sowie ihrem Wärmeverbrauch (für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme) kartiert. Auf dieser Grundlage werden die daraus resultierende Treibhausgasemissionen berechnet, um gezielte Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen in der Stadt zu entwickeln.
Datenerhebung und -erfassung: Zunächst werden alle relevanten Daten zur Wärmeversorgung gesammelt, wie Energieverbrauch, Heizsysteme und Infrastruktur.
Datenvalidierung und -ergänzung: Die erfassten Daten werden auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft und bei Bedarf ergänzt.
Erstellung einer Wärme-, Energie- und Treibhausgasbilanz nach BISKO: Eine umfassende Bilanz wird erstellt, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der Gemeinde zu bewerten und zu analysieren.
Kartografische Darstellung in einem GIS-System: Die Daten werden digital kartografisch erfasst, um die Wärmeversorgung und -infrastruktur visuell darzustellen und eine gezielte Analyse zu ermöglichen.
© EWR Climate Connection GmbHBestandsanalyse: Erfassung des Status QuoPotenzialanalyse
In Alzey werden gemeinsam sämtliche Potenziale zur umweltfreundlichen Wärmeerzeugung und zur Senkung des Wärmebedarfs analysiert. Dabei wird auch geprüft, wie bereits vorhandene Wärmequellen und unvermeidbare Abwärme effizient genutzt werden können, um die Wärmeversorgung in der Stadt nachhaltig zu gestalten. Potenziale finden sich unter anderem im Bereich der Stromerzeugung durch Photovoltaik und Windenergie sowie im Wärmebereich durch innovative Lösungen wie Nah- und Fernwärmenetze oder den Einsatz von Wärmepumpen.
Energieeinsparpotenziale: Es werden Möglichkeiten zur Reduzierung des Wärmeverbrauchs durch effizientere Heizsysteme, bessere Dämmung und optimierte Betriebsführung aufgezeigt.
Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärme: Es werden Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien (wie Solarthermie oder Wärmepumpen) und Abwärmequellen (z. B. Industrieabwärme) analysiert.
Diese Schritte helfen, den Energieverbrauch zu senken und nachhaltige Energien zu integrieren.
© EWR Climate Connection GmbHPotenzialanalsye: Ermittlung von EnergieeinsparungspotenzialenZielszenario
Zielbild für die Stadt Alzey
Basierend auf den Potenzialen wurden sogenannte Transformationsziele festgelegt. Diese Ziele beschreiben, wie die Wärmeversorgung im Jahr 2045 in der Stadt aussehen soll. In der zukünftigen Heizlandschaft werden die meisten Gebäude dezentral über ein Luftwärmepumpen und Erdwärmepumpen versorgt (ca. 61 %). Ca. 13 % der Gebäude werden dezentral mit Biomasse beheizt und 26 % der Gebäude werden zentral über einen Nah-/Fernwärmeanschluss versorgt.
Zusätzlich wurde eine Sanierungsquote von 1,6 % festgelegt, um Häuser mit einer geringen Energieeffizienzklasse auf den Stand der Energieeffizienzklassen A-D zu bringen.
Zielbild der Stadt für die WärmeversorgungMaßnahmen
Es wurden folgende Maßnahmen zur Umsetzung des Wärmeplans identifiziert, die in den kommenden fünf Jahren, also bis zur neuen Wärmeplanung, besonders priorisiert werden.
Im Bereich der Wärmenetz-Maßnahmen sollen der Aufbau neuer sowie die Erweiterung bestehender Mikronetze an geeigneten Standorten innerhalb der Verbandsgemeinde geprüft werden. Ziel ist es, lokale Wärmebedarfe gebündelt und effizient zu erschließen und dabei erneuerbare, möglichst gebäudenahe Wärmequellen zu integrieren. Vorgesehen sind Prüfungen für folgende Netzoptionen:
- Wärmenetz und Transformation „Ausbaugebiet Kurfürstenstraße “ im Alzeyer Osten
Statistiken Aktueller Wärmebedarf Reduktion Wärmebedarf bis 2045 Aktuelle CO2-Emission Geplante CO2-Einsparung bis 2045 12,1GWh / Jahr 37 % 3.000 t CO2 / Jahr 100 % Flächenkarte:

- Wärmenetz und Transformation „Ausbaugebiet am Kalkofen/Hinter der Lokhalle/Kreiskrankenhaus“
Statistiken Aktueller Wärmebedarf Reduktion Wärmebedarf bis 2045
Aktuelle CO2-Emission Geplante CO2-Einsparung bis 2045 1,8 GWh / Jahr 37 % 500 t CO2 / Jahr 100 % Flächenkarte:

- Prüfgebiet Wärmenetz Innenstadt
Statistiken Aktueller Wärmebedarf Reduktion Wärmebedarf bis 2045 Aktuelle CO2-Emission Geplante CO2-Einsparung bis 2045 12,5 MWh / Jahr 37 % 3.300 t CO2 / Jahr
100 % Flächenkarte:

Ergänzend zu diesen standortbezogenen Netzprüfungen werden gemeindeweit wirkende Schritte betrachtet, um die Wärmewende zu unterstützen: die Sanierung von Gebäudehüllen zur Senkung des Wärmebedarfs, der Umstieg auf alternative Energiegewinnung und der Austausch bestehender Heizsysteme sowie eine aktive Bürgerbeteiligung zur Stärkung von Akzeptanz und Mitgestaltung.
Übersicht der vorliegenenden Potenziale
Die potenziellen Maßnahmen unterteilen sich in zwei Bereiche:
Wärmepotenziale | Strompotenziale |
Von Wärmepotenzialen profitieren durch Wärmenetze im Gemeindegebiet | Mitgestaltung durch Einbringen der Bürgerinnen und Bürger |
Wärmepotenzial: Oberflächennahe Geothermie
Kurzbeschreibung: - Oberflächennahe Geometrie nutzt gespeicherte Wärmeenergie aus dem oberen Erdreich (bis 400 m) mittels Erdsonden, Erdwärmekollektoren oder Grundwasserwärmepumpen
- Durch tiefe Bohrungen in die Erde (bis zu 400 m) werden Rohrsysteme als Erdwärmekollektoren verbaut
- Herzstück des Systems ist eine Sole-Wärmepumpe, die die aufgenommene Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau bringt
Voraussetzungen:
- Geologische Voraussetzungen, wie bestimmte Bodenaufbauten und regionale Besonderheiten müssen erfüllt werden, um notwendige Bohrungen vorzunehmen
- Ausreichende Flächen werden benötigt für sowohl die Bohrungen als auch für die später zu installierende Wärmepumpe
Abhängigkeiten: - Oberflächennahe Geothermie ist abhängig von lokalen Bodentemperaturen
- Wasserschutzgebiete und Erdrutschpotenziale können die Verwendung einschränken
- Insbesondere private Haushalte sind aufgrund hoher Investitionen von Förderungen abhängig
- Geothermie- und Wärmepumpengesetz (GeoWG)
- Oberflächennahe Geometrie nutzt gespeicherte Wärmeenergie aus dem oberen Erdreich (bis 400 m) mittels Erdsonden, Erdwärmekollektoren oder Grundwasserwärmepumpen
Wärmepotenzial: Luft/Wasser-Wärmepumpe
Kurzbeschreibung: - Luft/Wasser-Wärmepumpen entziehen Wärme aus der Umgebungsluft zur Beheizung von Gebäuden
- Kältemittel werden in einem geschlossenen Kreislauf verwendet, um Wärme aufzunehmen und wieder abzugeben
- Es existieren verschiedene Modelle von Wärmepumpen, wie z.B. die Luft/Luft- oder Luft/Wasser-Wärmepumpe
Voraussetzungen: - Ausreichend vorhandener Platz notwendig zur Installation
- Stabile Stromversorgung aufgrund der elektrischen Betreibung der Pumpe
- Außen- und Inneneinheiten bzw. Monoblock müssen montierbar sein
- Keine permanente Verschattung
Abhängigkeiten: - Strompreise beeinflussen die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen
- Insbesondere private Haushalte sind auf finanzielle Anreize angewiesen aufgrund hoher Investitionskosten
- Die Auswahl der passenden Wärmepumpe ist von vielen Faktoren abhängig, die vorab geklärt werden müssen
- Luft/Wasser-Wärmepumpen entziehen Wärme aus der Umgebungsluft zur Beheizung von Gebäuden
Wärmepotenzial: Power-to-Heat Anlagen
Kurzbeschreibung: - Power-to-Heat Anlagen wandeln elektrische Energie in Wärme um, die zur Beheizung von Gebäuden, zur Warmwasserbereitung oder auch für industrielle Prozesse genutzt wird
- Überschüssiger Strom, insbesondere aus erneuerbaren Energien, kann effizient genutzt werden
- Es bietet eine flexible Möglichkeit zur Stabilisierung des Stromnetzes
Voraussetzungen: - Elektroheizsysteme und bestimmte Regelungstechniken sind wichtig für den Einsatz von PtH-Anlagen
- Neue Anlagen müssen an das vorhandene Netz angeschlossen werden
- Die Standortwahl für PtH-Anlagen ist essenziell für eine effektive Nutzung
Abhängigkeiten: - Stromverfügbarkeit und –kosten sind relevante Aspekte für dieses Potenzial
- Saisonale Schwankungen können die Nutzung der PtH-Anlagen beeinflussen
- Rahmenbedingungen für die Nutzung dieses Potenzials hängen von regulatorischen Änderungen im Energiemarkt ab
- Energiewirtschaftsgesetz (EnWG): Insbesondere § 13 Abs. 6a
Wärmepotenzial: Solarthermie
Kurzbeschreibung: - Solarthermie erzeugt Wärme aus Sonnenenergie mittels Kollektoren
- Sie dient der Raumheizung, Warmwasserbereitung oder industriellen Prozessen
- Solarthermie kann auf Dächern und Freiflächen installiert werden
- Sie überzeugt durch ihre positive Ökobilanz
Voraussetzungen:
- Verfügbarkeit von passenden Flächen, Dächern, etc.
- Geographische Lage muss ideal gegeben sein
- Stabile Netzanschlussmöglichkeit sollte gegeben sein
- Saisonaler Speicher ermöglicht nennenswerte Verfügbarkeit auch im Winter
Abhängigkeiten:
- Wetter- und Klimaabhängigkeit (Bewölkung, Regen, Schnee, etc.)
- Wirtschaftliche Faktoren wie Preise, Förderungen, etc. spielen wichtige Rolle
- Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
- Bedarf für regelmäßige Wartung
Strompotenzial: Photovoltaik-Aufdachanlagen
Kurzbeschreibung: - PV-Anlagen erzeugen elektrische Energie durch Sonneneinstrahlung
- PV kann auf Freiflächen und Dächern verbaut werden
- Elektrische Energie kann für den eigenen Verbrauch verwendet oder an Versorgungsunternehmen verkauft werden
- Überzeugt durch positive Ökobilanz
Voraussetzungen:
- Verfügbarkeit von passenden Dachflächen (optimaler Neigungswinkel 30° - 35°)
- Geographische Lage sollte ideal gegeben sein für genug Sonneneinstrahlung
- Stabile Netzanschlussmöglichkeit sollte gegeben sein
- Beschränkte Verfügbarkeit in kalter Jahreshälfte
Abhängigkeiten: - Wetter- und Klimaabhängigkeit (Bewölkung, Regen, Schnee, etc.)
- Wirtschaftliche Faktoren wie Preise, Förderungen, etc. spielen wichtige Rolle
- Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
- Bedarf für regelmäßige Wartung (jährl. Reinigung und Kontrolle)
Strompotenzial: Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Kurzbeschreibung:
- PV-Anlagen erzeugen elektrische Energie durch Sonneneinstrahlung
- PV auf Freiflächen bspw. landwirtschaftliche, brachliegende oder Konversionsflächen (z.B. ehemalige Militärgelände, Industrieflächen)
- Elektrische Energie kann für den eigenen Verbrauch verwendet oder an Versorgungsunternehmen verkauft werden
- Überzeugt durch positive Ökobilanz
Voraussetzungen:
- Flächenverfügbarkeit ab etwa 1 Hektar bis mehrere 20 Hektar benötigt
- Geographische Lage sollte ideal gegeben sein für genug Sonneneinstrahlung
- Stabile Netzanschlussmöglichkeit sollte gegeben sein
- Artenschutzrechtliche Untersuchung ist durchzuführen
- Beschränkte Verfügbarkeit in kalter Jahreshälfte
Abhängigkeiten:
- Wetter- und Klimaabhängigkeit (Bewölkung, Regen, Schnee, etc.)
- Wirtschaftliche Faktoren (EEG fördert bis zu 20 Hektar)
- Konversionsflächen bevorzugt (§ 37 EEG)
- Baurechtliche Maßnahmen wie Verankerungen und Stahlkonstruktionen und Anschluss an Stromnetz
- Bedarf für regelmäßige Wartung (jährl. Reinigung und Kontrolle)
Strompotenzial: Windenergie
Kurzbeschreibung:
- Windenergie nutzt die kinetische Energie des Windes mittels Windkraftanlagen zur Stromerzeugung
- Windkraftanlagen wandeln die kinetische Energie des Windes durch mechanische Rotierblätter in elektrische Energie um
- Diese Art von erneuerbarer Energie ist eine der weltweit am schnellsten wachsenden Formen der Energieerzeugung
Voraussetzungen:
- Regionen mit konstanten und starken Windverhältnissen sind Grund-voraussetzung (Windgeschwindigkeit ≥ 4,5 m/s)
- Die Standortwahl und Planung von Windanlagen ist essenziell
- Regulatorische Aspekte spielen immer eine zentrale Rolle für Windenergie
Abhängigkeiten:
- Windbedingungen müssen kontinuierlich gegeben sein
- Die Akzeptanz der Bevölkerung ist eine signifikante Abhängigkeit
- Regulatorische Aspekte müssen zum Bau von Windkraftanlagen erfüllt werden
Wichtige Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger
Am 25. Juni 2025 fand die öffentliche Präsentation für die Bürgerinnen und Bürger in Alzey statt. Die wichtigsten Punkte sind in der nachfolgend hinterlegten Präsentation aufgeführt.
Weiterhin erhalten alle Bürgerinnen und Bürger in Alzey einen kostenfreien Zugang zum digitalem Sanierungsratgeber. Mit diesem kann für ein individuelles Gebäude eine erste Untersuchung erfolgen, wie saniert werden könnte und was dies pauschalisiert kosten würde.
Der Link zum Sanierungsratgeber lautet: www.greenventory.azurewebsites.net
Wer finanziert die kommunale Wärmeplanung?
Ein vom Bund gefördertes Projekt

Die knapp 140.000 Euro kostende Maßnahme wird zu 90 % gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
